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Behandlungsmöglichkeiten |
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An oberster Stelle steht die Prophylaxe. Knorpel wird durch den Wechsel von Belastung und Entlastung ernährt. Zuviel Belastung vor allem zusammen mit zu wenig Entlastung schadet dem Knorpel. Über die Art, Dauer und Intensität der Belastung, die für den Knorpel günstig ist oder eher gemieden werden sollte, kann man viel lesen und diskutieren. Letztlich bleibt es eine sehr individuelle Größe, die zudem noch von unserem Alltag in hohem Maße mitbestimmt wird. Aus meiner Sicht stellen unzureichende Entlastungsphasen eine weitaus wichtigere Größe bezüglich der Arthroseentstehung dar, als die der Belastung selbst. Großangelegte klinische Studien zeigen, dass auch Extremsportler, mit einem Trainingsaufkommen von 6-8 Stunden pro Tag kein wesentlich höheres Arthroserisiko haben als der „Normalbürger“. Solange diese Sportler noch 16-18 Stunden an möglicher Entlastung haben, scheint dies für den Knorpel tolerabel zu sein, was aber passiert, wenn die Gelenkkapsel sich verkürzt der Knorpel keine Entlastung mehr erfährt? Dann reduzieren sich auch bei einem völligen Nichtsportler die Knorpelentlastungsphasen. Selbst nachts in liegender Position wird der Knorpel aufgrund der erhöhten Kapselspannung nicht mehr entlastet und nähert sich so einer 24 Stunden Belastung an, ganz unabhängig von der sportlichen Belastung. Diese kommt dann jedoch noch in der Gesamtbilanz dazu!
Fazit: Neben regelmäßiger sportlicher Belastung, einer ausgewogener Ernährung zusammen mit der Einnahme von speziellen Knorpelnährstoffen ist die frühe Behandlung von Kapselverkürzungen die wichtigste Prophylaxe zur Vermeidung einer für den Gelenkknorpel schädlichen Belastung. |
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Arthrosetherapie: |
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Aus dem oben Gesagten ergeben sich zahlreiche therapeutische Ansätze für die Prophylaxe aber auch für die Therapie von arthrotischen Veränderungen je nach Arthrosestadium. Grundsätzlich gilt es zu unterscheiden, ob sich das Gelenk in einem entzündlichen oder nichtentzündlichen, einem in seiner Bewegung eingeschränkten, normalen oder überbeweglichen, also instabilen Zustand befindet. Daher ist für die Aufnahme eines therapeutischen Konzeptes die differenzierte manuelle Funktionsdiagnostik unerlässlich. Diese ist für jedes Arthrosestadium von entscheidender Wichtigkeit. In den weit fortgeschrittenen Stadien kann sie durch bildgebende Verfahren wie das Röntgenbild oder die Kernspintomographie ergänzt werden. Für ein konservatives Therapiekonzept sind bildgebende Verfahren jedoch meist nicht aussagekräftig genug. Sie hängen dem eigentlichen Gelenkprozess oft um Jahre hinterher und sind letztlichfür die Beschwerdesymptomatik nicht entscheidend. Dies unterstreicht nochmals die Bedeutung der klinischen Untersuchung. Zur Behandlung des erhöhten Gelenkdrucks, der durch die Schrumpfung der Gelenkkapsel entsteht, dienen vor allen manualtherapeutische Techniken. Das Ergebnis sit eine Dehnung der Gelenkkapsel unter Schutz den Gelenkknorpels. Hierdurch wird der Druck auf den Gelenkknorpel reduziert, Bewegung und Schmierung des Gelenkes verbessert, der Schmerz lässt nach oder verschwindet ganz. Für die Behandlung der muskulären Verkürzungen verwenden wir insbesondere Techniken aus der Osteopathie. Die Behandlung von Triggerpunkten erfolgt durch den Einsatz von Stoßwellen und andere Verfahren wie der Akupunktur. Diese Verfahren dienen der Muskelentspannung und Verlängerung, Kapselverkürzungen lassen sich hiermit jedoch nicht verbessern und zählen damit nur zu den unterstützenden Maßnahmen. Eine in solcher Art und Weise durchgeführte Kombinationstherapie des Arthrosegelenkes gilt letztlich nicht nur dem behandelten Gelenk, sondern reduziert auch die Belastung auf angrenzende Bewegungssegmente, insbesondere auf die Wirbelsäule. Oftmals lassen sich allein hierdurch chronische Wirbelsäulenbeschwerden dauerhaft verbessern oder helfen ihnen vorzubeugen.
Fazit: Für eine dauerhafte Verbesserung der Arthrose ist die Kombination von funktionellen (Muskel) und strukturellen (Gelenkkapsel) Therapieverfahren notwendig. |
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- Gelenkschmerzen bei normaler Gelenkbeweglichkeit:
Handelt es sich um Gelenkschmerzen ohne eine Bewegungseinschränkung oder Überbeweglichkeit des Gelenkes, müssen zuerst einmal andere Ursachen für die Schmerzentstehung wie z. B. Meniskusschäden am Kniegelenk, Labrumdefekte an der Hüfte, aber auch insbesondere von Muskel-Triggerpunkten (siehe unten) ausstrahlende Schmerzen ausgeschlossen werden. Danach folgt die Abklärung von Systemerkrankungen wie Rheuma oder Gicht. Am Ende steht der Ausschluss von sehr seltenen Erkrankungen des Gelenkes, wie z. B. tumorösen Veränderungen.
- Gelenkschmerzen bei erhöhter (instabiler) Gelenkbeweglichkeit:
Die Führung der Gelenkbewegung obliegt den passiven Stabilisatoren wie Kapsel und Bandstrukturen, sowie der hierzu gehörigen Muskulatur (aktive Stabilisatoren). Ist die Summe dieser Faktoren nicht in der Lage, die Bewegung des Gelenkes ordnungsgemäß zu stabilisieren, führt das sich hieraus ergebende erhöhte Gelenkspiel zu erhöhten Schwerkräften auf den Gelenkknorpel und damit zu einer deutlich erhöhten Belastung. Zur Aufnahme eines erfolgreichen Therapiekonzeptes für diese Problematik ist es unabdingbar, sich zunächst Klarheit darüber zu schaffen, ob die passiven Stabilisatoren prinzipiell in der Lage sind, einem Training über die Muskulatur standzuhalten. Befinden sich in den passiven Stabilisatoren entzündliche Veränderungen mit entsprechenden Strukturveränderungen an Band und Gelenkkapsel, so ist meist die Muskulatur nicht mehr erfolgreich zu trainieren. In solchen Fällen, die wir regelmäßig an der Wirbelsäule sehen, ist daher eine vorausgehende Verstärkung dieser Bandstrukturen notwendig. Diese erreichen wir über die Aktivierung des bindegewebsbildenden Systems, durch die Proliferationstherapie. Erst wenn die Bandverbindungen ein gewisses Maß an Stabilität wiedererlangt haben, lässt sich eine funktionelle Trainingstherapie mit segmentaler Stabilisation über die hauptverantwortlich stabilisierende Muskulatur erreichen. |
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Dr. med. Andreas Kreutz Niederndorfer Hauptstr. 63 91074 Herzogenaurach |
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Arthrose Therapieansätze
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