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Ganz im Gegenteil. Durch die frühe Verkürzung der Gelenkkapsel in der Arthroseentstehung und entsprechenden eingeschränkten Beweglichkeit des betroffenen Gelenks, werden Bewegungskräfte, die eigentlich über dieses Gelenk durchgeführt werden müssten, in benachbarte Regionen transportiert. Kommt es z.B. früh zu einer Bewegungseinschränkung des Hüftgelenkes, werden die entsprechend hier nicht mehr durchführbaren Bewegungen letztlich als Kompensationsversuch im Kniegelenk, aber vor allem in der Wirbelsäule durchgeführt. Dies ist eine der häufigsten Ursachen für Blockierungen im Kreuz-Darmbeingelenk oder in der Lendenwirbelsäule, aber auch für chronische Rückenschmerzen, da hier die Wirbelsäule zu Alltagsbewegungen herangezogen wird, für die sie nicht konzipiert wurde. Dies erklärt die häufig frustranen Therapieansätze, die sich bei Rückenbeschwerden leider immer noch hauptsächlich nur auf die Wirbelsäule konzentrieren, anstatt über eine adäquate Behandlung mit Bewegungsverbesserung der eingeschränkten Nachbargelenke (z.B. Hüfte) die Wirbelsäule von unphysiologischer und damit schädlicher (Über)Belastung zu bewahren. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Halswirbelsäule bei entsprechender Schultergelenkseinschränkung.
Fazit: Die Bewegungseinschränkung eines Gelenkes überlastet andere Gelenke
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