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Hüftgleiten: Im pubertären Wachstumsschub kann es im Bereich des Hüftgelenkes zu einem Abrutschen des Hüftkopfes kommen. Die Kinder klagen insbesondere über Schmerzen im Kniegelenk, zeitweise auch in der Leiste. Analog zum Morbus Perthes gibt es auch hierfür bestimmte klinische Tests, die zur Bestätigung der Verdachtsdiagnose durchgeführt werden können. Sollten auch diese positiv ausfallen, empfehlen wir frühzeitig die Durchführung einer Röntgenuntersuchung, um schnellstmöglich eine geeignete Therapie einleiten zu können.
Wirbelsäulenverkrümmung: Häufig sehen wir in dieser Altersgruppe schon deutliche Symmetriestörungen insbesondere im Bereich des Beckens. Beckenverkippungen durch einen ungleichen Zug des Hüftbeugermuskels (M.iliopsoas) führen nicht selten zu Beschwerden im Bereich der Leisten. Auch ein verstärktes Hohlkreuz kann durch eine beidseitige Verkürzung dieses Muskels bedingt sein. Der M.iliopsoas hat seinen Ursprung an der Lendenwirbelsäule und überträgt damit bei einer Fehlfunktion, z.B. bei einer ungleichen Verkürzung, diese gestörten Kräfte direkt auf die Wirbelsäule und kann zu einer Verkrümmung (Skoliose) derselben führen. Diese Fehlentwicklung sehen wir insbesondere bei Kindern die sehr früh mit einem relativ hohen Trainingspensum (Fußball, Tanzen, Leichtathletik) beginnen. Eine Früherkennung durch regelmäßige Kontrollen ist in diesem Falle von besonderer Bedeutung, da in diesem Alter eine rechtzeitige und konsequente konservative Behandlung einer Skoliose bei entsprechender Mitarbeit des Kindes noch zu guten Erfolgen führt. Wird dieser Zeitpunkt verpasst, sind leider auch heute noch umfangreiche operative Maßnahmen im späteren Alter zum Teil schwer zu vermeiden. Wir beraten Sie und Ihre Kinder gerne über die entsprechenden Therapieoptionen.
Beinlängendifferenz: Dieses Alter bietet sich zur Korrektur von großen Beinlängendifferenzen an. Zunächst muss mit Hilfe einer Skelettreifungsbestimmung das Knochenalter sowie das zu erwartende Längenwachstum bestimmt werden. Mit Hilfe dieser Daten kann ein entsprechender Therapieplan zum operativen Ausgleich der Beinlängen durchgeführt werden. Diese Therapieoption besteht nach Abschluss des Knochenwachstums nicht mehr und sollte daher frühzeitig zumindest in Erwägung gezogen werden. Hierdurch lassen sich häufig weit aufwendigere spätere operative Verfahren zur Beinlängenkorrektur vermeiden. |
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